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Nahverkehr in Belgrad
 In Belgrad verkehren zahlreiche Busse und Straßenbahnen. Sie werden von dem Gradsko saobraćajno preduzeće Beograd (Städtischer Verkehrsbetrieb Belgrad) betrieben, Busse gemeinsam mit privaten Anbietern, aber alle mit gemeinsamen Tarifen und Fahrkarten. Zwar existieren ermäßigte Monatskarten, aber Ausländer können praktisch aus bürokratischen Gründen nur Einzelfahrkarten beziehen. Es existieren zwei Zonen, wobei die Zone 1 für Touristen in den meisten Fällen genügt. Eine Einzelfahrkarte für Zone 1 kostet 42 RSD am Kiosk bzw. 80 RSD im Fahrzeug beim Fahrer. Einzelfahrkarten muss man im Fahrzeug am Automat entwerten. Die Nachtlinien (0-4 Uhr) verkehren im Stundentakt, hier kostet eine Fahrkarte beim Fahrer 100 RSD. Im Sommer verkehren Buslininen aus verschiedenen Stadtteilen nach zum Naherholungsbebiet Ada Ciganlija. Es existieren acht Minibuslinien die durch ganz Belgrad verkehren. Fahrkarten kosten 100 RSD. Alle Preise Stand Mai 2009. Busse und Straßenbahnen sind zu Stoßzeiten überfüllt.
S-Bahn Das insgesamt 330 km lange Bahnnetz der fünf Linien der Beovoz-Stadtbahn quert das zentrale Stadtgebiet in zwei in Nord-Süd-Richtung verlaufenden, insgesamt 35 km langen Tunneln. Mit den Bahnhöfen Beograd centar, Karadordev park und Vukov spomenik ist der Beovoz an das Stadt-Zentrum angebunden. Primäre Funktion ist die Fahrgastbeförderung innerhalb des neuen Belgrader Eisenbahnknotens, eine Verbindung zum Hauptbahnhof ist daher nicht gegeben. Die Linien verlaufen auf den Relationen Batajnica–Pančevački most (Ovča), Batajnica–Resnik und Resnik – Pančevački most (Ovča) in bis zu 43 m tiefen Tunneln unter dem Stadtgebiet. Zentraler Umsteigebahnhof von Fern- und Nahverkehr ist zurzeit die Station Novi Beograd. Die Anbindung der Stadtbahn an die zukünftige U-Bahn soll über Vukov Spomenik und Beograd centar erfolgen, ein Ausbau zum Flughafen Surčin wird erörtert. Die Stadt sieht für die kurz- bis mittelfristige Verkehrsplanung das S-Bahn Netz des Beovoz als wichtigsten zu entwickelnden Verkehrsträger. Eine Taktfrequenzerhöhung auf 15 min. durch einen Stufenausbau im gesamten Streckensystem der S-Bahn ist bis 2015 in Planung. Metro Der Plan für den Bau einer U-Bahn für Belgrad bestimmt die zukünftige Verkehrsplanung der Stadt. Auch der Staat hat das Projekt in seine Agenda der drei wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen mit aufgenommen. Die Stadt hatte für die weitere Realisierung eine Kommission von Fachleuten großer U-Bahnsysteme in Europa einberufen, die getrennt Expertisen abgaben. Mit der Grundsatzentscheidung zum U-Bahn Bau ist ein Schlussstrich unter zwei Jahrzehnte kontroverser Debatte gezogen worden. Die 1982 von der Stadt gestoppte Metro Planung gilt den heutigen Verkehrsplanern als gravierende Fehleinschätzung einer tragfähigen Verkehrsentwicklung, da ohne einem unabhängigen Nahverkehrs-Schienensystem, trotz geschätzter Kosten von 1.1 Mrd. Euro für 14 km Streckenlänge, eine verantwortungsvolle Verkehrsführung nicht realisierbar ist.
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